Also nehme ich Tempo raus, ehe ich eigentlich auf Tempo komme und rede mir ein, daß ich mich erst warm laufen muss und beim nächsten Mal der Anstieg leichter zu nehmen sein wird.

Zur Übung, oder ist es doch zum Hohn, bäumt sich der Weg dann wieder zu einer salzglatten Rampe auf. Mir wird warm, der Puls steigt und ich höre, daß es den anderen Läufer nicht viel anders geht.

Dann geht es eine ganze Weile durch einen langen 4x4 Meter messenden Tunnel leicht bergab, die Beine lockern sich tatsächlich und ich beginne "mein" Tempo zu laufen. Es wird auch wieder etwas kühler und schließlich biegen wir in scharfer Rechtskurve (hier ist gestreut, hahaha!) in einen weiteren fast ebenen geraden Tunnel ein. Ein Schwall klo(r)ig riechender warmer Luft schlägt mir entgegen... Später rede ich mir ein, es würde nach Schwimmbad riechen... sowieso hat man während dieses Laufes ab und zu schweifende und skurrile Gedanken, noch sind aber zu viele Läufer und deren Geräusche und deren hüpfende Kopflampen-Lichtkegel um mich herum, um mein eigenes Runners High zu erleben. Noch ist hier alles sehr real.

Nach 2,5 km eine gut ausgestattetet Versorgungsstelle, Wasser, Cola, Isotonisches sowie die einschlägigen leichten Mahlzeiten, gefolgt von einem Tisch mit Eigenverpflegung der Läufer. Ich gönne mir Wasser, direkt mit Stehen bleiben und ordentlichem Trinken - und direkt schon zwei Becher voll.

Es ist die Luft, die nicht nur mir zusetzt. Es fühlt sich an und schmeckt wie der Feinstaub beim Arbeiten mit Fermacell - oder Rigips-Platten und reizt meine Bronchien leicht. Am Ende werden es über 4 Liter Wasser sein, die ich während dieses Laufs trinken werde.

Es geht nun lang gezogen leicht bergan und nähert sich dem Start-Zielbereich über einige kurvige Steilpassagen, in denen auch das Foto-Unternehmen mit passendem Licht die Erinnerungsstücke schiesst.

Nun merke ich, wie kalt es im Eingangsbereich eigentlich ist, die Temperatur fällt rapide, mich fröstelst und eine schöne knackige Rampe bringt mich vorbei an den ersten jubelnden Zuschauern zum Ende der ersten Runde, wo eine elektronische Tafel mir verkündet, daß ich die ersten 5,27 km in knapp 35min gelaufen bin. Zu diesem Zeitpunkt kann ich schon nicht mehr Sonja, die mich an der Versorgungsstelle dort mit Salz begrüßt, sagen wie (schön) es ist. Meine Haut ist mit Salz bedeckt, ich habe zu viele Eindrücke und zuwenig Luft, trinke meinen obligatorischen Becher Wasser im Stehen und laufe wieder an.

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