Wir liegen gut in der Zeit, eigentlich zu schnell, ich teile dies öfters meinem Laufpartner Detlev mit, die Geschwindigkeit bleibt jedoch gleich. Plötzlich überholt uns Carmen, sie meint wir wären zu schnell, daraufhin meint Detlev „die Carmen hat gesagt wir sind zu schnell“, hallo………… auf mich hört keiner, ich werde ignoriert, Mobbing! Wie soll man Leistung bringen wenn man gemobbt wird?


Unser Trio erreicht das Ziel des K30 Filisur, Sabine ist etwas zurückgefallen, Carmen führt schon seit einigen Kilometern einen jungen Marathondebütanten an der Hand und gibt Ratschläge. Wir haben 3:15h auf der Uhr stehen, alles läuft rund. Nun geht es durch das Albulatal Richtung Bergün. Die ersten Kilometer geht es entlang des Albula bis wir plötzlich auf die breite Passstraße wechseln. Die Gewitter in der letzten Nacht waren dermaßen heftig, dass es zu starkem Windwurf und Felsbruch kam der die geplante Strecke unpassierbar machte. Der Veranstalter entschied sich kurzfristig die Alternativroute zu nutzen. Egal, die ist genauso schwer, die Straße steigt stetig an, es ist sehr schwül. Wir gehen, Carmen läuft, tschüss! Ich mache mir etwas Sorgen um meinen Laufpartner, er ist schon ganz schön platt, gar nicht seine Art bei der Distanz und das Dicke kommt ja noch. In Bergün angekommen fängt es an zu regnen, supi, wir haben die Jacken aufgrund des guten Wetters schon bei ca. 20km weggegeben. Naja, nass sind wir eh schon. Bergün ist voller Menschen, hier startet auch der K42 in zwei Startgruppen die 1h voneinander getrennt sind, damit soll ein Stau im hochalpinen Gelände vermieden werden. Viele Zuschauer beklatschen uns, mir läuft es zusätzlich zum Regen kalt über den Rücken, geile Atmosphäre. Nach Bergün verlassen wir wieder die Zivilisation und laufen Richtung Chants, mal laufen mal gehen, abhängig von Steigungen und abhängig von unserem Leistungsvermögen. Hinter der Verpflegung Chants geht’s ans Eingemachte, die K78’er gehen bis auf wenige, einige K42’er die nach uns in Bergün gestartet sind fliegen förmlich an uns vorbei. Ab der Verpflegung Valazza geht’s nur noch steil bergauf, der Weg ist so steil das ich zeitweise stehen bleiben muss. Detlev wartet auf mich, er spielt seinen Gewichtsvorteil erbarmungslos aus! Keschhütte wo bist du? Es regnet, es bläst ein kalter Wind, mein dünner Einwegplastikumhang geht in Fetzen, endlich ist die Keschhütte in Sicht. Es dauert aber noch eine halbe Ewigkeit bis wir dort sind. Ein Arzt fragt „goats nü“? Wahrscheinlich hatte der zuviel Jagertee auf der Hüttn ?  Alles o.k.!
        

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