Ultra Bergmarathon K78
„Klappspaten und ……“

von Thomas Kurth

„Über diesen Lauf schreibe ich einen Bericht“, das waren meine Worte nachdem Detlev und ich die Züngenenschlucht passierten. Zu gewaltig waren die Eindrücke um sie einfach für sich zu behalten. Aber der Reihe nach.

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Der Morgen des 28.07.2012 war läufertypisch eine Katastrophe. Schlecht geschlafen, nervös bis in die Haarspitzen, Treffpunkt am Hoteleingang um 06:15h, Carmen fehlt, an der Tür geklopft, „oh ich dachte wir haben erst 05:15h“ war ihre Antwort! Stress vor dem Start um 07:00h, naja es kann nur noch besser werden. Die Diskussion ob und wie wir Zusatz- bekleidung mitnehmen wird mit dem Startschuss beendet. Endlich laufen! Die Strecke verläuft quer durch Davos, viele Menschen sind schon auf den Beinen und jubeln uns zu.    Wir kommen an unserem Hotel vorbei, Doris und der Hotelleiter winken. Der Spruch des Morgens beim Frühstück kam von meinem Hotelleiter, er meinte: „Lieber 10 Jahre früher abkratzen als den K78 laufen“! War das nur Spaß?


Weiter geht es Richtung Tiefencastell, wunderschöne Alpenlandschaft, wir laufen zusammen. Wir, das sind: Detlev, Carmen aus Fachbach, Sabine aus Berlin und meine Wenigkeit. Das Wetter ist perfekt, über Nacht hat es geregnet und es ist etwas abgekühlt. Gestern hatten wir noch 27°C. Es sollen jedoch im Laufe des Tages Gewitter aufkommen, na Prost Mahlzeit.  Der kleine Ort Spina begrüßt uns mit Kuhglocken und der ersten kräftigen Steigung die wir auf Anraten eines Profibergläufers „gehend“ in Angriff nehmen. Drei Tage vor dem Lauf hat selbiger bei einem Vortrag übers Berglaufen uns eingetrichtert, die psychische Schwelle „gehen zu müssen“ frühzeitig zu akzeptieren, nur so könne man auch vom Kopf her diesen Lauf bestehen. Weiter geht es über herrliche Trails, Wege und Brücken. Die o.a. Züngenschlucht mit ihren bizarren Felsentunnels und atemberaubenden Ausblicken fasziniert mich dermaßen, dass ich kurzerhand beschließe, sollte ich diesen Lauf überleben, diesen Ultra einmal zu wiederholen. Zum Thema „Überleben“. Detlev wollte eigentlich einen Klappspaten mit auf die Strecke nehmen, sollte einer von uns den Löffel abgeben so könnte er wenigstens ordentlich verscharrt werden. Das zusätzliche Gewicht gab allerdings den Ausschlag keinen mitzunehmen, vielleicht ist das eine Marktlücke, ich denke so an einen „Carbon-Ultra-Klappspaten“ ?
Wir kommen zur Station Wiesen, km 25, Veronika ist vor Ort und feuert uns an. Kurz danach laufen wir über das Wiesener Viadukt, über eine seitlich angebrachte Gitterkonstruktion mit Blick frei nach unten, 88m, mir wird etwas mulmig, lächeln für die Fotoprofis.

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