Am 13.4. war es dann auch soweit. Treffpunkt war um 6:15 Uhr am Stadion Silberau. Die Koffer und Taschen wurden verladen und Wolfgang konnte pünktlich in Richtung Paris starten. Nach mehreren Pausen mit vielen kulinarischen Leckereien, (ein großes Danke an Renate und Egon!), kamen wir nachmittags in unserem Hotel an. Gut, zum Glück sind wir alle Sportler und entsprechend schlank, so das wir irgendwie in den gefühlten 3qm großen Zimmern klar kamen. Eine kleine Herausforderung hat allerdings das Bad gestellt. Sich hier einmal um die eigene Achse zu drehen, ohne sich Knie und Ellenbogen anzuhauen, war ein Kunststück. Egal, Tasche abstellen und auf zur Marathonmesse. Startunterlagen abholen, bummeln, stöbern, schwärmen von neuen Laufschuhen und schonmal bisschen Marathonluft schnappen. Ich freu mich!


Am nächsten Morgen treffen wir uns, nach ausgiebigem Frühstück, um 11 Uhr zur Stadtrundfahrt. Unsere Reiseleiterin verzaubert uns mit Geschichten von Paris und führt uns zu den wundervollsten Sehenswürdigkeiten. Vorbei geht es an Notre Dame, dem Louvre, dem Pantheon, Hotel de Ville, an der Oper bis zum Invalidendom. Hier ist die erste Rast und wieder werden wir bestens versorgt mit Kuchen, Frikadellen, Würstchen, Brötchen und, und, und. Ähm Moment, Mario??? Wo kommst du denn auf einmal her? (Mario war morgens wohl etwas unpässlich :). Wie hast du uns mitten in Paris gefunden? Ich hab's noch nicht ermitteln können…Unsere Tour führt uns weiter über den Champs-Elysées zum Triumphbogen. Uuuuuh, da ist die blaue Linie!! Mein Magen krampft kurz zusammen! Oh weih, morgen laufen wir hier. Durchatmen und freuen. Ich kann es jetzt wirklich kaum erwarten! Der nächste Stop ist am Eifelturm, wo wir wieder Gelegenheit zum genießen und fotografieren haben. Unsere Rundfahrt endet am Ufer der Saine, wo wir vom Bus ins Schiff umsteigen und über die Saine schippern. Danach hat jeder Gelegenheit den Rest des Tages auf eigenen Wunsch zu gestalten. Wir (Doris, Thomas, Sandra, Joy, Maik, Mama, Papa und ich) entscheiden uns den Eifelturm hautnah zu erleben und uns danach auf den Weg nach Montparnasse zu machen. Vom das Dach des Wolkenkratzers Tour Montparnasse haben wir einen traumhaften Blick über die gesamte Stadt! Atemberaubend! Zu guter letzt führt uns unser Weg zur Basilika Sacré-Coeur. Auch von hier aus ist der Ausblick nicht zu verachten, genau wie auch das innere der Basilika! Ein Traum! Jetzt noch ein klitzekleiner Gewaltmarsch zurück in Richtung Hotel! Verdammt! Wir müssen doch morgen 42 km laufen! Die Beine fühlen sich schwer an. Kohlenhydrate müssen her! Also ab, Nudeln essen. Dann aber schnell ins Bett! Morgen ist der große Tag!

Wie zu erwarten war, hab ich nicht sooo gut geschlafen. Egal, muss so gehen. Jürgen sagt ja immer Schlafmangel macht leistungsstark. Wollen wir es mal hoffen. Am Frühstückstisch treffen wir uns um 6 Uhr. Jeder hat hier so seine Eigenarten was das Essen vor einem Rennen angeht. Ein bisschen abgefahren fand ich aber den Teelöffel Salz der mit einem großen Schluck Wasser runter gespült wird!


So, ab jetzt! Hab ich alles?? Startnummer, Trinkgurt, Gel, Müsliriegel, Wasser, Iso, Salztablette, Traubenzucker, Klamotten und Schuhe sind an. Check! Kann los gehen. In der unfassbar überfüllten Metro war man bemüht, an einem Stück und ohne Blessuren wieder raus zu kommen. Klar, es müssen ja irgendwie die 40.000 Läufer zum Start kommen. Am Triumphbogen angekommen noch ein kleiner Marsch zu der Kleiderabgabe, wodurch wir uns dann das warm laufen sparen konnten. Scheiße, ist das kalt!!! Die alte Sweatshirt Jacke und die Plastiktüte von der Messe helfen da auch nicht viel.
Trotzdem ist die Stimmung super und ich völlig entspannt. So eine innere Ruhe hatte ich wirklich nicht erwartet. Schön! Weniger entspannt war Maik, als er einen kurzen Blick in ein Dixi erhaschen konnte! Herrlich! Wahnsinn wie schnell ein Mensch die Gesichtsfarbe wechseln kann! Ok, war echt eklig! Aber so richtig!!!!
 Der Startschuss fällt, doch bis wir über die Startlinie kommen dauert es noch gut 45 Minuten. Cooooool jetzt geht es los! Uhr an und ab! Wir können von Anfang an frei und locker laufen. Ich hab meine Digi-Cam mitgenommen um meinen körperlichen Verfall zu dokumentieren und ein paar Schnappschüsse zu machen. Die gestern gesehene blaue Linie liegt schnell hinter uns. Kalt ist mir immer noch! Km 5, die ersten Bilder sind im Kasten, die Stimmung ist super und ich fühle mich total gut. Mittlerweile ist mir tatsächlich warm geworden und ich entledige mich meiner Jacke. Die Getränkestände werden alle angelaufen. Durst hab ich keinen. Trotzdem trinken. Km 10, wir laufen ins Grüne, raus aus der Innenstadt. Schön ist es hier. Die Sache mit den Fotos ist allerdings nicht ganz einfach. Wir sind alle schwer verwackelt. Meine Eltern, Maik und ich laufen locker, flockig und bester Laune zusammen.

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