Der TUI-Marathon in Palma de Mallorca

mit auslaufen beim Dresdner-Kleinwort-Marathon in Frankfurt

von Markus Kaiser

eigentlich stand von Beginn der Reise auf die spanische Insel fest meine Bestzeit deutlich zu Toppen. Es sei vorweg genommen, dass es nicht geklappt hat. Dennoch hatte das Event einen ganz besonderen Charakter.

 

eigentlich stand von Beginn der Reise auf die spanische Insel fest meine Bestzeit deutlich zu Toppen. Es sei vorweg genommen, dass es nicht geklappt hat. Dennoch hatte das Event einen ganz besonderen Charakter.

Eine gravierend andere Atmosphäre, als bei einem in Deutschland stattfindenden Marathon ist nicht zu verspüren. Liegt wohl an der nicht zu vernachlässigten Anzahl an deutschen Teilnehmern des TUI-Marathon. Das spanische Wetter allerdings macht sich positiv bemerkbar. Ein angenehm warmes Klima erwartete die Läufer/innen im Jahr 2008. Bestens geeignet für Schön-Wetter-Läufer. Optional kann die Strecke über 10km, den Halbmarathon oder der klassische Marathon gewählt werden.

Insgesamt eine schöne Streckenführung entlang des Hafens von Palma und dann ins wellige winkelige Profil der Innenstadt. An der Kathedrale vorbei ist bereits der Überblick über den Zieleinlauf gegeben. Wer den Halbmarathon läuft kann sich dann schon Gedanken über das Finish machen. Für die doppelt gewählte Länge muss man sich an der km 20 Marke von der Freude auf das in greifbarer Nähe liegende Ziel zunächst verabschieden. Es folgen lange übersichtliche leere Strecken mit Wind von vorne und Flugzeugen von oben. Zum Glück befand ich mich auf diesem faden Marathonstück in bester Begleitung von 2 Kaiserslauterern. Wir konnten uns jeden Kilometer abwechseln um auf einer gleichbleibenden Geschwindigkeit zu bleiben. An der Wende, etwa bei km 30, war dann wie vereinbart das Rennen unter uns Dreien freigegeben.

Da waren wir jedoch erst bei den klassischen Ballermännern angekommen. Feiern ist nicht - noch nicht! Zunächst den Rückweg genießen. Nun losgelöst nach vorne von den anderen Kontrahenten verliefen die letzten "paar" Kilometerchen optisch genial gelegen parallel am Strand entlang. Eine fantastische Aussicht über Strand und Meer. Die euphorischen Zurufe der Einheimischen/Deutschen sind eher spartanisch zu hören. Die meisten konzentrieren sich eher auf ihren Urlaub und können solche Belastungen wohl kaum nachvollziehen.

Auf verschiedene organisatorische Einschränkungen sollte sich jedoch jeder einstellen: die Kilometer sind unregelmäßig und nicht alle ausgeschildert; wer jemanden hinterherlaufen kann weiß wo der Weg lang geht, wer weit vor sich keinen hat ist etwas orientierungslos, zumindest was den 2. Teil der Marathonstrecke angeht. So musste ich einen kleineren Umweg in Kauf nehmen; ohne den mir zufällig begegnenden Ordner auf einem Fahrrad wären aus 300 Metern wahrscheinlich paar Kilometer mehr geworden. Schlimm war der Umweg nicht, jedenfalls nicht so schlimm wie die letzten Kilometer bei denen ich standesgemäß wieder eingebrochen bin. Die <3h Marke konnte gerade noch gerettet werden.

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