Und dann stehen da Renate, ihr Mann Bernd und natürlich Barny. Die Überraschung ist gelungen. Ich freu mir ein Plätzchen wie Renate dazu sagen würde. Doch die Zeit ist jetzt knapp und ab geht's. Unter den Klängen des Rennsteigliedes wird der Lauf gestartet. 72,7km - ein bisschen mulmig ist mir schon, aber ich freue mich auch, das es endlich los geht. Kurz hinter dem alten Stadttor hat jemand ein "Ortschild" aufgestellt: Schmiedefeld 72km. Na toll, 700meter sind geschafft und schon geht's bergan. Ca.7km sind es noch bis wir an der "Hohen Sonne" den eigentlichen Rennsteig erreichen. Am Burschenschaftsdenkmal vorbei erklimmen wir die erste Höhe und tauchen in den Wald ein. Ich halte es wie die anderen Läufer, ich laufe wenn alle laufen und gehe wenn alle gehen. Mit dieser Taktik hoffe ich gut über die Runde zu kommen. Auf den ersten Kilometern ist das Feld noch sehr geschlossen, die Wege sind recht eng und überholen ist nur schlecht möglich. Wir lassen es ruhig angehen hier im hinteren Drittel, 1500 Höhenmeter da ist der Respekt doch groß.

War es in Schmiedefeld mit ca. 5 Grad noch recht warm, so merkt man doch mit jedem Höhenmeter das es kälter wird und neblig. Schade irgendwo soll es doch den tollen Blick auf die Wartburg geben. Ja den gibt es und ich hab ihn tatsächlich erhascht - zwar von Nebelschwaden umhüllt aber sichtbar. So geht's bergan und bergab und geradeaus- das kann so bleiben. Gerade will ich es mir gemütlich machen in meinem Trab, da fehlen doch die km Markierungen. Bis km 15 war jeder einzeln markiert - und das zieht sich plötzlich. Da müsste doch mal was kommen! Was kommt ist die erste Zeitnahme und eine der vielen guten Verpflegungsstellen. Warmer Tee, Wasser, Cola, Äpfel und Bananen und trockenes Brot, Butterbrot, Schmalzbrot, Käsebrot oder Salamibrot - hier gibt's von allem reichlich, und dass an allen 17 Verpflegungsstellen, dazu kommen noch etliche Getränkestellen. Ganz toll was da angeboten wird und mit welcher Freude die Helfer bei der Sache sind. Zusätzlich steht die Bergwacht noch an weiteren Punkten um bei Verletzungen zu helfen. Zeitnahme war bei km 18, das hatte ich gelesen dann wird wohl erst ab 20km wieder eine Markierung sein. So ist es auch. Noch 5 km bis zum Gipfel des Inselbergs. Dann sind fast 1000 Höhenmeter absolviert, doch jetzt wird es erst mal wirklich steil und so bleibt es bis km 25. Von weitem sehe ich dort Egon stehen und gemeinsam gehen wir über das Gipfelplateau.

 

Jetzt kommt das Stück vor dem ich mächtig Respekt habe: ca.1,5 km steil bergab. Über Treppen auf einen Teerweg und mit mächtigem Gefälle - das steilste Stück der 11Runde auf 1,5 km verlängert- vorsichtig hoppele ich den Berg hinab. Nur keinen Krampf kriegen! Unten entlohnt eine Verpflegungsstelle von den Strapazen und hier steht Familie Gerstel und hält nach mir Ausschau - wie schön. Renate bewundere natürlich das Angebot an Speisen und Getränken während ich froh bin ein Stück trockenes Brot runterzuwürgen.

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