Brüder Grimm Lauf 2010  von Birgit Fölbach

Freitagnachmittag, mit Manfred sitze ich bei Holger und Maik im Auto nach Hanau zum Brüder-Grimm-Lauf. Mein Herz klopft bis zum Hals. Auf was hab ich mich da nur eingelassen: 5 Etappen, 82 km in 2,5 Tagen! - Aber da muss ich jetzt wohl durch. Wir holen unsere Startunterlagen

 

und fahren ins Hotel (kein Schlaflager in der Turnhalle - dann sind wir halt Weicheier).Als wir uns mit Conny, Elvira, Heike, Julia, Uschi, Marco und Ulf in Hanau zur Rotkäppchen-Etappe treffen, bin ich froh, dass es endlich losgeht. Es ist schwül und heiß, so dass wir die 16km mit Trinkgurt laufen. Wir gehen die Strecke gemütlich an, es folgen ja noch 4 Etappen. Nur Holger und Manfred ziehen weg, und Ulf bekommen wir gar nicht zu sehen: er ist zu schnell für uns. Wir traben plaudernd durch schöne Wälder und sind im Nu im Ziel. Es kommt mir wie ein lockerer Trainingslauf vor. Jetzt wird bloß nicht übermütig! denke ich. Nach einem leckeren Abendessen beim Italiener legen wir uns schlafen.

Samstag 7.00Uhr gibt's Frühstück. Wir haben gut geschlafen und fahren bester Laune nach Niederrodenbach zur 14km langen Dornröschen-Etappe. Es ist kühler geworden und es regnet leicht, besser als die Hitze gestern. Wir versuchen erst einmal alle 10 (weil, Ulf ist schon wieder weg) zusammen zu bleiben, aber dann setzen sich Manfred und Maik ab. Nach ca. 3 km sehe ich die beiden noch ein ganzes Stück vor mir laufen. Da muss ich doch noch rankommen, denke ich und werde schneller. Auf einem Waldstück bergab habe ich die Beiden dann eingeholt. Gemeinsam laufen wir über die Ziellinie. Einige Minuten später sind die Anderen auch da. Alle sind bester Laune und wir freuen uns auf die 3 Etappe. Mit Holger und Maik fahren wir zurück ins Hotel, duschen, umziehen und ab geht's zum Start der 16km langen Schneewittchen -Etappe nach Hasselroth. Die Sonne scheint wieder und kein Wald der Schatten spendet. Ich hab Iso getrunken, was sich unterwegs als Fehler erweist. Mich plagen Magenkrämpfe. Als wir im Stadion über die Ziellinie laufen bin ich heilfroh, dass der Lauf vorbei ist. Der Bus bringt uns zum Auto zurück. Ab ins Hotel zum Duschen, umziehen und ab nach Gelnhausen. Dort treffen sich alle zur Nudelparty. Bei der anschließenden Verlosung gewinnt Julia einen "MEGAPREIS" und freut sich ein Loch in den Bauch. Zum Abschluss des Abends wurde uns noch ein Märchen vorgelesen und dann fuhren wir zurück ins Hotel.

Der Sonntag: Hab schlecht geschlafen und wache mit schlimmen Kopfschmerzen auf, na toll! Ich hoffe, dass es nach dem Frühstück besser wird - negativ! Was tun? Tablette ja oder nein? Ich bespreche mich mit Manfred und entscheide mich fürs Doping. Bis zum Start der 17km langen Frau Holle-Etappe ist mein Kopf wieder klar. Es ist die schönste Strecke, auch wenn es viele Steigungen gibt. Die Landschaft ist einfach herrlich. Wieder laufe ich mit Manfred und Maik zusammen.

Die Stimmung unterwegs und später im Ziel ist wirklich toll. Zurück im Hotel können wir nochmal duschen, packen unsere Sachen und fahren zu letzten Zielort nach Steinau. Wenn wir heute Nachmittag hier einlaufen, erklärt Maik, dann haben wir es endgültig geschafft. Nach einer Stärkung bringt uns der Bus nach Bad Orb zum Start der letzten 15 km langen Hänsel und Gretel Etappe. Erstaunlicherweise fühlen sich die Beine noch ganz gut an. Der Rest ist jetzt eh Kopfsache, sagen Conny und Julia, die diesen Event schon vom letzten Jahr kennen. Hoffentlich behalten die Beiden recht! Nach dem Start geht es nach 1,5 km auf eine Steigung von 13%! Wir gehen! Selbst das ist noch anstrengend. Wir verlieren den Anschluss an Maik, können ihn bergab aber wieder einholen, weil er das Tempo etwas rausgenommen hat. So, denke ich, jetzt laufen wir das Ding zusammen zu Ende. Wieder führt die Strecke durch eine schöne Landschaft, vorbei an einem Stausee. Dann sehen wir den Kirchturm von Steinau. Nur noch ein paar Kilometer! Als wir dann nach insgesamt 82 km durch die Altstadt laufen, vorbei an jubelnden Zuschauern, ist jede Müdigkeit wie weggeblasen. Das muss das viel beschriebene" Runners High" sein. Wahnsinn, wir haben es geschafft! Als wir unsere Gesamtzeit erfahren, können wir uns nochmal freuen! Das war wirklich ein super Wochenende. In der alten Kirche bekommen wir alle unser Finisher-Shirt. Nach einem gemeinsamen Foto und einer kleinen Stärkung treten wir den Heimweg an.

PS: Danke Maik!

 

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